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„body’n brain Kurse in Kufstein für Kinder, Erwachsene & Senioren – mit Spaß statt Leistungsdruck bei Lisa Rupprechter.“

✨ „Ich bin stolz auf mich" wie sich eine alte Angst im Schnee aufgelöst hat.

  • Autorenbild: Lisa Rupprechter
    Lisa Rupprechter
  • 6. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit
Lisa Rupprechter Bild links 2026 Bild rechts 1989
Lisa Rupprechter Bild links 2026 Bild rechts 1989

Manche Geschichten beginnen ganz leise.

Und doch begleiten sie uns ein Leben lang.


Meine beginnt im Schnee. ⛷️❄️Ich war sechs Jahre alt, als mich meine Oma voller Liebe in die Skischule schickte. Ich erinnere mich noch gut an dieses Gefühl: Vorfreude, Neugier, Tatendrang. Ich wollte lernen, wollte dazugehören, wollte hinauf auf den Berg.


Der Skikurs selbst war spannend für mich. Ich hatte Spaß.

Doch was danach fehlte, war das Dranbleiben.Niemand konnte mit mir regelmäßig Skifahren gehen. Meine Oma war damals schon über 70 Jahre alt – und Skifahren war ihr leider nicht mehr möglich. Und so blieb das Gelernte ohne Praxis.

Zwei Jahre später, beim Skitag mit der Volksschule, kam der große Einschnitt.

Ich war die schlechteste Skifahrerin der Klasse. Und ich wurde ausgelacht. Laut, ehrlich, ungefiltert.Kinder sind ehrlich – und genau diese Ehrlichkeit kann unglaublich verletzen. 💔

An diesem Tag habe ich innerlich beschlossen: Skifahren ist nichts für mich.

Meine „Skikarriere“ war beendet. Und etwas in meinem Herzen zog sich zurück.


Viele Jahre vergingen.

Ich war 23 Jahre alt, lebte in Kirchberg – direkt neben einem bekannten Sportberg, mit einer bekannter Rennstrecke. Ich liebte die Berge, die Weite, die Natur 🌄 – und konnte nicht Skifahren.


Und doch ließ mich dieses Thema nicht los.


Eines Tages fasste ich mir ein Herz. Ich begann wieder. Bei Stunde Null.

Ich fuhr nach Reith, stellte mich zum Babylift, hielt mich am Seil fest und machte ganz langsam meine Schneepflugübungen.


Und etwas Überraschendes geschah: Niemand lachte. Niemand zeigte mit dem Finger.

Im Gegenteil – ich spürte Respekt.


„Wahnsinn, dass du das jetzt noch lernst.“„ Du kannst stolz auf dich sein.“

Und in mir war plötzlich ein Gedanke: Gott sei Dank habe ich mir diesen Ruck gegeben.

Mit jeder Abfahrt heilten ein Stück mehr die alten Wunden aus meiner Kindheit. 🤍


Ich wurde eine leidenschaftliche Skifahrerin.

Und doch blieb etwas: Wenn viel los war auf der Piste, kam sie zurück – die Angst.

Ich wurde verkrampft, unsicher, mein Körper erinnerte sich an alte Muster.

Deshalb mied ich Feiertage, Ferien, volle Skitage.

Bis letztes Jahr.


Seit einem Jahr bin ich body’n brain Trainerin und arbeite täglich mit visuellen, kognitiven und koordinativen Übungen – für meine Kursteilnehmer und für mich selbst. 🧠✨Diese Übungen vernetzen das Gehirn neu. Sie schaffen Sicherheit, Präsenz und Klarheit.


Und heuer in dieser Skisaison durfte sich etwas lösen.


Heute, am Dreikönigstag, war ich Skifahren.

Es war sehr viel los. Und plötzlich war sie weg: die Angst.


Durch die visuellen Übungen hat sich mein Blick geöffnet.

Ich nehme die ganze Piste wahr, das Umfeld, die Bewegung. Die Menschen um mich herum sind keine Gefahr mehr – ich habe alles im Blick.


Ich fahre schwarze Pisten. Ich fahre stark befüllte Hänge. Und ich fahre mit Freude. 💕


Ich bin tief beeindruckt, was sich im Laufe meines Erwachsenenlebens – und besonders im letzten Jahr – verändern durfte.

Und diese Geschichte wollte ich heute von Herzen mit euch teilen.


Der heutige Dreikönigstag war der Geburtstag meiner Oma. ✨

Ich schicke ihr einen liebevollen Gruß in den Himmel.


Sie war es, die mir als Kind alles ermöglichen wollte – auch das Skifahren.


Und vielleicht brauchte ich genau diesen Weg.

Auch das Auslachen.

Auch den Umweg.

Damit ich heute sagen kann:

Ich bin stolz auf mich. 🤍


Eure Lisa


Wilder Kaiser Ellmau - Foto Lisa Rupprechter

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